Facebook führt die Chronik ein – und alle so: Nee

Leute, ich sitze gerade hier. Am einem Sonntag. Mit Kopfschmerzen. Trotzdem tippe ich diesen Beitrag. Warum? Weil es eine Sache igbt, die mir in den letzten Tagen ziemlich auf den Keks geht.

Doch mal von Anfang an. Facebook führt die Chronik demnächst für alle Nutzer ein. Bisher hatte der geneigte Facebook-User die Wahl zwischen der alten Ansicht und der neuen Facebook-Chronik.

Doch was verändert sich mit der Chronik überhaupt? Nunja, vor allem das Aussehen des eigenen Profils. Durch das große Titelbild hat man die Möglichkeit sein Profil individueller zu gestalten und kann damit gleich am Anfang einen Eyecather setzen. Alle Beiträge werden in der neuen Chronik in zwei Spalten dargestellt. Das ist im ersten Moment vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber nicht, woran man sich nicht gewöhnen kann. Wer Beiträge extra hervorheben möchte, kann das mit einem Klick tun. So verbreitert sich der Eintrag auf die volle Seite.
Alle älteren Beiträge kann man anhand der Zeitleiste auf der rechten Seite bequem finden. So kann man z.B. wann man sich mit wem befreundet hat.

Außerdem kann man besondere Lebensereignisse auch im nachhinein noch zur persönlichen Chronik hinzufügen. So kann man die eigenen Kinderfotos hinzufügen oder den Freunden Fotos aus seinem Urlaub aus den Zeiten vor Facebook zeigen.

Ein Punkt sei dann aber doch zu beachten. Dadurch, dass Postings nun schneller auffindbar sind, empfehle ich Postings im großen und ganzen nur für Freunde freizugeben, damit euer zukünftiger Arbeitgeber keine peinlichen Statusmeldungen finden kann. In den Privatsphäre-Einstellungen kann man dazu unter „Beschränke das Publikum für ältere Beiträge“ die Postings aus der Pre-Chronik-Zeit mit einem Klick beschränken.

Die Chronik an sich könnte dann z.B. so aussehen:

Die Facebook-Chronik an einem Beispiel

 

So, ich persönlich habe mit Chronik überhaupt kein Problem. Aber einige Leute in meiner Freundesliste oder in den Freundeslisten meiner Freunde.
Das müssen diejenigen natürlich jeden Tag aufs neue mit riesigen Bildern kundtun. Wirklich sachliche Argumente gegen die neue Facebook-Chronik habe ich dabei noch nicht EIN Mal gehört. Die Hitliste der Scheinargumente gegen die Chronik:

  1. Das ist viel zu unübersichtlich
    Leute – Webdesign und Usability sind mein Job. Allein aus psychologischer Sicht ist das überhaupt nichts unübersichtlich. Im Gegenteil – durch die Zeitleiste lassen sich Postings sogar noch schneller finden. Ja, man muss sich eingewöhnen. Aber, wer sich die Zeit für Neues nicht wenigstens ein wenig nimmt, sollte sein Dasein im Social Web ohnehin noch einmal überdenken.
  2. Facebook will ja nur noch mehr Daten über mich sammeln.
    Ja, theoretisch kann man dank der Chronik seine komplette Lebensgeschichte auf Facebook veröffentlichen und seinen Freunden und den Facebook-Servern zugänglich machen. Ich habe damit kein Problem, andere schon. Aber es bleibt ja, wie es ist. ICH als User bestimme was und wieviel ich von mir im Internet preisgebe. Ich MUSS keine Babyfotos posten, ich MUSS keine vollständige Chronik anlegen – ich KANN es aber. Ich sollte mir immer Gedanken machen, was ich denn veröffentliche. Das ändert sich nicht erst mit der Chronik, sondern war schon immer so.

  3. Facebook muss mich doch fragen.
    Facebook bzw. Hr. Zuckerberg muss erstmal gar nichts. In letzter Konsequenz ist Facebook ein Unternehmen. Wenn ein Unternehmen sein Erscheinungsbild ändert, muss – nein kann – es gar nicht vorher alle Konsumenten fragen. Ich bin mir recht sicher, dass die neuen Entwicklungen nicht ganz ohne Beteiligung von Usergruppen abgelaufen sind. Die tatsache, dass du oder ich nicht gefragt wurden, heißt ja nicht automatisch, dass gar kein User gefragt wurde.
    Der Aldi von nebenan fragt dich auch nicht, ob die Regale umgestellt werden dürfen. Dein Autohersteller fragt dich auch nicht, ob er das Logo neu gestalten darf.

  4. Ich will das Aussehen mitbestimmen.
    Da sind wir wieder fast beim vorherigen Post. Es geht nunmal nicht, dass jeder User sein eigenes Süppchen kocht. Es geht ja nicht, dass jede Profilseite anders aussieht. Facebook hat seit Dezember die alte und neue Version parallel laufen lassen. Jeder User hatte jetzt lang genug die Zeit sich mit der Chronik und den Einstellungen zu beschäftigen.
    Allen Menschen tut man es ohnehin nicht recht.

Nicht zuletzt ist doch aber so. Hr. Zuckerberg wird nicht aufgrund einiger Posts die Pläne wieder über den Haufen werden. Jede Debatte, die über die Chronik geführt wird und dazu auch noch auf Facebook geführt wird, ist Traffic für die Seite. Solang nicht massenhaft User die Plattform verlassen, gibt es keine Konsequenzen und da kann man auch noch so sehr die Timeline seiner Freunde zuspammen.

Aufgrund des oben genannten gibt es nur eine Wahl: Mitziehen oder Facebook verlassen. Letzteres würde sicherlich auch die Nerven der Freunde schonen!

Nicht noch ein Jahresrückblick…

…nein, mit dem möchte ich euch zumindest HIER tatsächlich nicht langweilen.

Viel lieber möchte ich die Gelegenheit nutzen allen Lesern, Geschäftspartnern, Freunden und Unterstützern einen fantastischen Rutsch in das neue Jahr 2012 zu wünschen. Für das neue Jahr wünsche ich allen maximale Erfolge, eine gute Gesundheit und viel Glück, bei allem, was ihr anpackt.

Ich freue mich auf viele spannende Aufgaben im Jahr 2012. So werde ich im Januar mein erstes SocialMedia-Seminar geben. Eine Sache, die eigentlich nie eingeplant war. Doch meine Begeisterung und meine Erfahrungen in Punkto Facebook, Twitter & Co möchte ich jetzt auch an andere weitergeben. Zunächst in internen Workshops in Unternehmen. Aber vielleicht sehen auch wir uns bald auf einem der Seminare!? Wer weiß, was 2012 alles bringt.

Außerdem freue ich mich auch auf weitere spannende Stunden im Dienste des Stadtmarketings. Natürlich wünsche ich mir hier endlich den Durchbruch. Mal sehen, wie unsere werte Stadtverwaltung in 2012 gestimmt sein wird. Drückt uns die Daumen!

Aber natürlich stehen auch viele neue Webprojekte, Flyer-Designs und andere tolle Aufgaben auf meiner Wunschliste.

Ich hoffe auf ein interessantes neues Jahr, in dem ich wieder viel lernen darf und hoffe, dass ich dabei auch weiterhin auf eure Unterstützung zählen darf!

Wir sehen uns im neuen Jahr!

PS: Wer doch noch Lust auf einen ganz persönlichen Jahresrückblick hat, darf gern >>Hier<< vorbeischauen :)

jPoint.Adventskalender

Pünktlich zum 01.12. sind Adventskalender wieder im Trend. Da wollte auch ich mich nicht lumpen lassen. Von heute bis zum 24.12. öffnet sich auch im jPoint.Adventskalender an jedem Tag ein Türchen – oder in diesem Fall eher ein Säckchen.

Darin verbergen sich einfach nur weihnachtliche Videos, Link-Tipps, eBooks und Downloads zum Thema Webdesign und SocialMedia und einige Special-Gutscheine. Lasst euch einfach überraschen! Eines sei vorab verraten: Ihr könnt mit dem Inhalt auch bei mir kräftig sparen.

Der Adventskalender wurde erstellt mir freundlicher Unterstützung von 24Geschenke.de. Ihr erreicht den Kalender mit einem Klick auf das Bild. Ganz wichtig (aus welchen Gründen auch immer) ist der Kalender mit einem Passwort geschützt. Um Zugang zu bekommen merkt euch das Passwort 1e25bb0d gut!

In diesem Sinne wünsche ich euch eine tolle Adventszeit und viel Spaß mit meinem persönlichen Adventskalender.

Social Media Setup

Vor kurzem hat Karsten Sauer aka @sauerstoff in seinem Blog dazu aufgerufen das eigene SocialMedia-Setup mal niederzuschreiben.

Nun ist es ja so. Das Web 2.0 und speziell die SocialMedia-Plattformen kann man ja für die unterschiedlichsten Zwecke nutzen. Da ist es gar nicht so schlecht, wenn man sich einfach mal Gedanken dazu macht, welche Plattformen man selbst nutzt und vor allen wie intensiv und zu welchem Zweck man sie nutzt.

Mir hat diese kleine Betrachtung durchaus auch selbst geholfen. So habe ich festgestellt, dass ich die Plattformen für meine Bedürfnisse und meine Zwecke durchaus effektiv und gut einsetze. Es gibt kaum Punkte, die ich zum jetzigen Zeitpunkt verbessern würde.

Wer jetzt natürlich gern auch lesen möchte, wie mein persönliches Setup aussieht, kann das gern im dazugehörigen Blog lesen.

>> Hier entlang

Natürlich ist Karsten noch immer auf der Suche nach neuen Setups. Falls ihr jetzt also auch Lust habt, mitzumachen schaut einfach >>HIER<< vorbei. Es nimmt nur ein wenig Zeit in Anspruch und tut nicht weh. Also mitmachen!

Web 2.0 in Magdeburg – und es geht doch!

Vor nicht allzu langer Zeit konnte man hier im Blog einen Beitrag zu den Bemühungen in Punkto Stadtmarketing lesen. Riesige Windmühlen, gegen die man kämpfen musste, und Baukästenantworten auf Stadtratanfragen waren da nur einige der Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung.

Doch es passierte einiges seitdem. Die Agentur, die gesucht wurde für die Website www.magdeburg.de hat bereits ihre Arbeit aufgenommen. Ein erster großer Schritt für die bessere Außenwirkung der Stadt.
Ein Stadtratbeschluss sorgt außerdem dafür, dass eine “Expertengruppe” in die Arbeit einbezogen werden soll. Nein, damit war natürlich noch nicht gesagt, wer diese “Experten” am Ende sein sollten – ein großer Schritt war allerdings gemacht. Außerdem ebnete ein Halbsatz in eben jenem Beschluss den Weg für eine Mailadresse XYZ@magdeburg.de.

Sogar bis nach Jena, auf das 3. Barcamp Mitteldeutschland, schleifte ich mit einer Präsentation unsere Überlegungen in diesem Punkt. Es wurde schnell klar, dass auch andere Städte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten. Doch können und wollen wir uns ewig an den schlechteren Beispielen orientieren?

ABER: Leute, ich predige es bei jedem meiner Kunden: Kommunikation ist alles.

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In Jena gibt’s ne IT-Szene??? – Das 3. Barcamp Mitteldeutschland

Jena – ein kleines Städtchen in Thüringen und Schauplatz des 3. Barcamps Mitteldeutschland. Es ist ja nun so: Ich habe durchaus 4 Semester Informatik studiert und bin jobtechnisch in der IT-Branche unterwegs. Trotzdem war mir bis zu diesem Wochenende nicht im geringsten klar, dass es in Jena eine IT-Szene gibt.

Am Freitag, dem 7.10. ging es los. Zwei Stunden Autofahrt von Magdeburg aus und schon sah man das idyllische Städtchen hinter den Hügeln hervorblitzen. Der erste Eindruck: Ein großes Plattenbaugebiet. Naja, eben typisch für den Osten. Je näher es Richtung Stadt ging, desto beschaulicher wurde es aber. Man hatte in Jena verstanden trotz moderner Gebäude den Charme der Innenstadt beizunehalten. Schön! Nach kurzem Umsehen ging es ins Hotel. Am Abend stand ja schließlich das Warmup an.

Getroffen wurde sich vor der Location des Barcamps, dem Jentower. Ein riesiges rundes Hochhaus, was oft wohl auch liebevoll “Keksrolle” genannt wird. In der Gruppe ging es dann zur Warmup-Location, dem Markt 11. Ein nettes Cafe in dem keine Wünsche offen blieben. In gemütlicher Atmosphäre knüpfte man die ersten Kontakte und die ersten interessanten Gespräche entwickelten sich – bei den Rauchern natürlich bevorzugt vor der Tür. Nach einigen Bierchen und zu später Stunde ging es ab ins Hotel. Am nächsten Morgen war frühes Aufstehen angesagt.

Am Samstag startete die Truppe um 9Uhr so richtig durch. Die Begrüßung war sehr herzlich. Man fühlte sich vom ersten Moment an Willkommen. Neben den bestellten T-Shirts gab es ein tolles Notizbuch mit Barcamp-Aufdruck, einen Kuli, Buttons, Einkaufschips – eben alles, was das Herz begehrt.

Wer viel arbeitet muss sich auch stärken. Daher gab es gleich zum Frühstück leckere belegte Brötchen mit viel Liebe zum Detail von Jena Delika(r)t, leckere Müslibecher von MyMüsli, fantastischen Kaffee von Sonntagmorgen und rote, grüne und gelbe Grütze von Osterland. Schon hier war klar – verhungern wird hier niemand.

Gut gestärkt ging es los mit der Vorstellungsrunde. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Sich selbst in genau drei Worten beschreiben, ist bei Leibe nicht ganz einfach. Danach konnte es an die Sessionplanung gehen. Die Teilnehmer stellten Ihre Themen vor. Anhand der Interessenten wurden die Räume geplant. Das war nicht in jedem Fall ganz einfach, wie sich im Nachhinein herausstellte. Dennoch versagte die Organisation auch an diesem Punkt nicht, sodass es schnell mit den geplanten Themen losgehen konnte.

Mein Problem an diesem Wochenende: Die Entscheidung die passende Session auszuwählen. Es gab Unmengen an interessanten Themen und ständig hatte man das Gefühl eine spannende Sache zu verpassen. Doch das Klonen ist noch nicht perfektioniert, sodass man sich letzen Endes doch mit der ein oder anderen Ene-Mene-Muh-Taktik entschieden hatte.

Für mich drehte sich der Samstag um Startups auf dem Bauerhof (von und mit Hojoki-Mitgründer Martin Böhringer) User Centered Design, Fehler bei Online-Shops (mit Torsten Maue), schmutzige Geheimnisse auf Facebook-Fanpages (mit @Snoopsmaus) und SocialMedia bei der Bewerbersuche (von und mit den Mädels von Bewerberblog.de) Alles in allem vier sehr gelungene Sessions, die vor nicht nur von den Vorträgen, sondern vor allem auch den anschließenden Diskussionen gelebt haben. So kam man ungezwungen mit anderen ins Gespräch. Toll!

Doch nicht nur die Sessions an sich standen für mich im Mittelpunkt, sondern eben auch die Gespräche und das Networking in den Pausen. Interessant war hier auch die Mischung der Teilnehmer. Neben den ITlern gab es in Jena auch jede Menge BWL-Studenten und Menschen, die sich selbst eher im Marketing angesiedelt hatten. So war für jeden das passende dabei.

Hervorzuheben ist an dieser Stelle das hervorragende Catering den ganzen langen Tag lang. Neben dem reichhaltigen Frühstück, gab es ein leckeres Mittagessen und fantastischen Kuchen in den Pausen. Für genügend Getränke war u.a. durch die Kelterei Walther gesorgt. Sogar am Abend blieben keine Wünsche offen.

Im Theatercafe bei Freigetränken (!), leckerem thüringer Grillgut und toller Musik ließen wir den Abend gut gelaunt ausklingen. Das Fazit des Abends: Barcamper können feiern und trinken!!!

Der nächste Morgen begann entsprechend der guten Stimmung am Vorabend mit Kopfschmerzen und stimmlich angeschlagen. Doch egal – weiter ging es im Text! Nach einem tollen Frühstück stand die Sessionplanung für den Sonntag an. Zwar war die Gruppe im Vergleich zum Samstag geschrumpft, spannende Themen gab es dennoch zur Genüge!

Tja, und wie ist das so mit Barcamp-Neulingen? Natürlich muss man auch selbst mal eine Session halten. Nachdem ich mich am Samstag zurpückgehalten hatte, war ich heute also fällig. Mein Thema: Stadtmarketing – Quo Vadis Magdeburg. Ob ich aufgeregt war? Nö! Viele der Leute hatte ich inzwischen ja schon kennengelernt. Außerdem hatte man ja schon davor abgecheckt, ob Interesse besteht. So fand sich eine kleine, aber feine Rund im Raum ein. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion und schnell zeigte sich: In vielen Städten läuft es leider ähnlich.

Das zeigte sich vor allem in einem netten Gespräch mit den Machern von “Chemnitz lebt”. Chemnitz könnte danach in Punkto Stadtmarketing die Partnerstadt von Magdeburg werden.

Nach einer kleinen Stärkung ging es dann für mich in die letzte Session des Wochenendes. Es ging um die persönlichen Erfahrungen von Jörg Thoss mit SocialMedia in Unternehmen. Eine authentische und interessante Session!

Nach einem erlebnisreichen Wochenende ging es dann Heim Richtung Magdeburg.

Ein großer Dank geht natürlich an das großartige Organisations-Team des Barcamps! Ich fühlte mich zu jeder Zeit wohl und hatte nie das Gefühl, dass es drunter oder drüber ging. Absolut top!

Das nächste Dankeschön geht natürlich an die unzähligen Sponsoren. Darunter Flinc, Intershop, IKS, Unister, e.pages, spread shirt und viele, viele mehr. Ohne diese wäre das Event finanziell nicht möglich gewesen.

Der letzte Dank geht natürlich an alle Teilnehmer, ohne die das Barcamp nicht das gewesen wäre, was es war – ein voller Erfolg.

Mein Fazit: Ich bin begeistert. Alles passte! Ich hatte viele tolle Gespräche, habe Unmengen interessanter Kontakte geknüpft und hatte vor allem jede Menge Spaß. Eines steht für mich jetzt schon fest: Im nächsten Jahr bin ich am 13./14. Oktober definitiv mit bei der Party beim Barcamp Mitteldeutschladn 2012!

Die Stadt Magdeburg, das Web 2.0 und ihre Baukästen-Antworten

Heute mal ein etwas anderes Thema, welches nur indirekt mit mir und meiner Arbeit zu tun hat.

Es wirkt wie eine neverending Story, bei der man ab und zu schon Motivation und Willen verlieren könnte. Wie einige wissen, bildete sich in diesem Jahr eine kleine Arbeitsgruppe in Magdeburg, die sich mit dem Thema Stadtmarketing auseinandersetzte. In vielen Treffen wurden tolle Ideen zur Verbesserung der bisherigen Situation erarbeitet und diese letztendlich sogar einem Beigeordneten präsentiert. Wir waren frohen Mutes, doch die jüngsten Entwicklungen sollten uns eines Besseren belehren.

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Anti-Website der Woche Nr.4 – www.euronetwork.de

Ja, ich gebe zu: Ich habe meinen Blog in der letzten Woche sträflich vernachlässigt. Das ist allerdings meinen Arbeitszeiten zu schulden. s blieb ganz einfach keine Zeit.

Bevor ich mit der Anti-Website der Woche starte, möchte ich noch einmal ein paar Worte zu Troll-Kommentaren verlieren. Wer meint er könnte hier feige und anonym seine Bemerkungen ablassen, braucht nicht damit rechnen, dass sein Kommentar auch nur ansatzweise freigeschaltet wird. Daher kann man sich die Mühe auch gleich sparen. Ich verweise an dieser Stelle einfach auf einen kleinen Beitrag in meinem privaten Blog jPoint@Posterous.

Aber genug dem Vorgeplänkel. heute gibt es mal wieder einen Leckerbissen in Sachen Webdesign.

Die Anti-Website Nr.4 ist:

www.euronetwork.de

Euronetwork – eine Wirtschaftsberatung aus Magdeburg. Das Design ist schon auf den ersten Blick unerträglich für die Augen. Fangen wir aber mal ganz vorn an. Mein persönliches Highlight: Die Melodie beim Betreten der Seite. Nicht nur, dass Hintergrundmusik ohnehin verboten gehört. Nein, dieser Jingle gehört auch noch zu jener Sorte, die nicht wirklich gut gemacht sind.

Weiter geht es im Header der Seite. Im Gegensatz zum Rest der Seite kann man sich diesen Bereich immerhin noch ohne Schädigung der Augen ansehen. Aber auch hier: Gutes Design sieht anders aus. Das Logo allein ist verpixelt und unscharf. Schaut man ein wenig länger darauf bekommt man ein leicht schummriges Gefühl. So geht’s nicht!

Aber weiter unten im Content-Bereich wird das Grauen erst richtig klar. Ein quietschgelber Hintergrund begrüßt uns – darauf schwarze Schrift. Augenfreundlich ist anders. Durch den hohen Kontrast und das stechende gelb fällt es schwer die Augen länger auf dem Text zu halten. Nein – es tut nach einer Weile sogar weh. Hinzu kommt ein mehr als unruhiges Schriftbild durch die exzessive von fettgedruckten und kursiven Schriften. Sehr schön hier vor allem die zwei Links im oberen Bereich auf der Startseite, die nur beim Herüberfahren ihr Geheimnis. Weiß auf gelb ist eben eher schwer zu lesen.

Inhaltliches Highlight sind eindeutig die Bänkerwitze. Was genau diese so unintegriert auf der Seite zu suchen haben, erschließt sich mir allerdings nicht ganz. Ebenso darf man sich auch darüber streiten, ob man im Impressum groß zeigen muss, dass man Premium-Mitglied bei XING ist.

Alles in allem vermittelt die Seite wenig Seriösität – ein wichtiger Punkt wenn es um Wirtschaftsberatung geht. Es sieht vielmehr so aus, als hätte man hier (mal wieder) am falschen Ende sparen wollen. So wird das nichts.

(Vielen Dank an dieser Stelle an Dennis Jannack, der mir den Tipp zu diesem Fehlgriff gab)

Anti-Website der Woche Nr.3 – www.melange-magdeburg.de

Da es ja doch einige kritische Worte bei der letzten Anti-Website gab, möchte ich hier an dieser Stelle noch einmal drei Worte dazu verlieren. Nein, es geht hier nicht nur um Bashing. Vielmehr geht es darum anhand von schlechten Beispielen einmal zu zeigen, wie man es vielleicht nicht machen sollte. Nein, der Mensch lernt nicht nur aus Beispielen – er lernt auch und vor allem aus seinen und den Fehlern anderer. Natürlich weiß jeder vernünftige Webdesigner, dass solche Seiten nicht gehen. Dem einen oder anderen Unternehmen ist aber anscheinend oftmals nicht bewusst, dass eine nicht gelungene Website auch gleichzeitig nicht gelungene Werbung ist.
Hier schauen wir uns solche Websites einmal an. Eventuell merkt dann doch der ein oder andere, dass es nicht schlecht ist ein wenig Geld in die Hand zu nehmen und nicht den Sohn oder den Bruder, der sich ein bisschen mit Inter und so auskennt, mit der Gestaltung der eigenen Webseite zu beauftragen.
Heute geht es sogar in heimische Gefilde. Vorab: Ich mag das Restaurant, um das es heute geht. Ich mag es sogar wirklich. Die Website ist allerdings eher weniger gelungen. Aber seht selbst.

Meine Anti-Website Nr. 3 ist:

www.melange-magdeburg.de 

Nunja, was soll ich sagen? Ich denke das Bild spricht fast für sich. Wirklich einladend ist das ganze leider nicht. Die Farben wirken düster und die Schrift könnte ohne das Bild im Hintergrund sicherlich besser lesbar sein.

Auf den ersten Blick fällt gleich auf, dass die Schrift einfach über den Content-Bereich herausragt. Die Bilder vom Restaurant und vom Essen sind daneben uninspiriert dahingeklatscht. Das nächste Highlight: Die Navigation. Der ein oder andere wird sie wahrscheinlich nur aufgrund der Anordnung als solche wahrnehmen. Ansonsten gibt es nicht, was darauf hinweisen könnte, dass mit einem Klick darauf noch weitere Seiten erscheinen.

Das große Finale offenbart sich allerdings, wenn man noch weiter scrollt. Es erscheint ein großes lila nichts. Eine riesige Fläche, die einfach nur leer dasteht. Der Sinn dieser Fläche hat sich mir persönlich noch nicht ganz entschlossen. Vielleicht aber liest ja jemand der Betreiber das Ganze und kann das Geheimnis für uns lüften.

Auf den Unterseiten verschwindet das Bild im Hintergrund. Das macht zwar die Schrift besser lesbar – hübscher wird die Seite dadurch leider nicht. Außerdem hat man wohl nicht darauf aufgepasst, dass der Text auch in Content-Bereich passt. Leider ist es an der Tagesordnung, dass der Text nicht wenig über seine Grenzen hinaus geht. Da durch verschiebt sich dann auch der Abschluss der Seite und landet im lila Nirvana.

Das größte an der Sache: Hier war nicht ein Familienmitglied am Start. Nein, diese Seite stammt tatsächlich von einer Agentur aus Hamburg. Hamburg – eine der Städte, die zahlreiche wirklich gute Werbeagenturen beheimatet. Es ist schon verwunderlich, dass diese Seite tatsächlich auf die Kappe von “Profis” geht.

Schade, dass diese Seite so gar nicht zum Besuch des Melange einlädt. Dabei sollte man denken, dass die ansprechende Gestaltung einer Website für ein Restaurant fast von selbst läuft. Die meisten von ihnen haben eine wirklich schöne Inneneinrichtung, eine tolle Terasse und leckere Angebote. Allein diese Bilder sollten so einladend sein, dass der Rest fast von selbst läuft. Wenn man allerdings keine dieser Vorzüge schon auf der Startseite zur Geltung bringt, wird es schwierig.

Bleibt zu hoffen, dass die Betreiber eines Tages doch einmal über eine Neugestaltung nachdenken oder auch ohne schicke Webseite auskommen. Wer als Auswärtiger auf der Suche nach einem geeigneten Restaurant ist, wird sich aber wohl leider nicht über diese Webseite dorthin verlaufen. Verschenktes Potenzial.

Die beste Werbung…

…ist immer noch die, die andere für das eigene Unternehmen machen.

Heute geht es um Kundenakquise. Jeder Selbständige und Freelancer weiß: Ohne die richtige Akquise geht nichts. Aufträge wachsen nicht auf Bäumen und ohne Eigeninitiative tut sich im Portfolio nur wenig. Die Frage nach der richtigen Akquise kann man aber nicht einfach pauschal beantworten. Gerade durch die Welt des Internets sind die Möglichkeiten vielfältig. Ein paar der gängigen Methoden werde ich heute hier beleuchten.


Auftragsbörsen – Dumpinglohn im Jahresabo

Vor einiger Zeit schossen Sie wie Pilze aus dem Boden: Die allseits “beliebten” Auftragsbörsen, in denen Freelancer und Handwerker um Aufträge kämpfen – der günstigste gewinnt. Portale wie My Hammer, Blauarbeit oder Twago bieten tatsächlich nicht wenige Aufträge zur Auswahl. Sieht man sich dann aber die Preise der Mitkonkurrenten an, fragt man sich schnell, wer davon tatsächlich seinen Lebensunterhalt finanzieren kann.  Das komplette Webdesign für 100€, die Umsetzung dazu für 50€ und ein passendes Logo gibts zum Spottpreis von 30€ gleich mit dazu. Solche und ähnliche Preise sind leider keine Ausnahmen. Dementsprechend sieht dann aber auch oft die Qualität der Referenzen im Profil der Mitbewerber aus. Wie der erledigte Auftrag dann aussieht – darüber kann ich nur mutmaßen. Nicht selten aber landen dann auf meinem Schreibtisch genau solche Unfälle. Der Kunde hat es sich dann oft doch überlegt und möchte nun anständige Qualität.
Hinzu kommt, dass die meisten dieser Portale mittlerweile neben der üblichen Provision auch noch ein Abo-Modell zur Verfügung stellen, damit überhaupt Angebote auf Aufträge abgegeben werden können. Da bezahlt man nicht selten erst einmal 30€ im Monat, um dann mit Dumpinglöhnen um den Auftrag zu kämpfen und nebenbei beten zu müssen, dass man sein Geld überhaupt sieht.



Foren-Marktplätze – Trolle im Minutentakt

Auch, wenn man sie in Zeiten des Web 2.0 schon fast vergessen hat, es gibt sie noch: Die zahlreichen Foren zu jedem auch nur erdenklichem Thema. Warum also das ganze nicht auch für die Akquise nutzen? Schaden kann es nicht – oder vielleicht doch?
So gut wie jedes Forum, welches sich mit Webmastern, Webdesign & Co beschäftigt hat auch ein Unterforum für Jobs, Aufträge und andere Kleinanzeigen. Also auf gehts, eine nette Vorstellung der eigenen Tätigkeit geschrieben, die angebotenen Leistungen beschrieben und auf gehts. Während viele Foren inzwischen die Kommentar-Funktion in den Jobbörsen abgeschalten haben, können Trolle in anderen Foren ungehindert ihren Drang ausleben. Da dauert es oft nicht lang, dass die ersten Kommentare zum Angebot auftauchen, die eben nicht immer wohlgesonnen sind. Irgendetwas zum meckern findet man immer. Und wie reagiert man nun darauf? Rechtfertigen? Ignorieren? Definitiv kostet so etwas Zeit. Zeit, die man auch gut hätte zum Arbeiten verwenden können


Kaltakquise – hoher Aufwand vs. wenig Nutzen!? 

Das wichtigste vorab: Die Kaltakquise per Telefon und E-Mail ist bleibt verboten. Einfach mal Unternehmen mit schlechten Websites per E-Mail anschreiben geht nicht. Nicht verboten aber ist das Anschreiben per Post. Ja, richtig – dieser altmodische Kommunikationskanal, der auf bedrucktes Papier setzt. Wie soll das denn bitte aussehen? Ganz einfach: Ein nettes Anschreiben mit den eigenen Leistungen verknüpft mit einem netten Heft zu den eigenen Referenzen oder optimalerweise sogar einem Entwurf für die Firmen-Website. Damit der Brief aber nicht ungesehen im Papierkorb landet, sollte vorher auch recherchiert, wer denn letztendlich der Ansprechpartner für solche Fragen im Unternehmen ist.  Ja, viel Aufwand und doch einiges an Kosten für die Drucksachen sind hier gefragt.
Lohnt sich’s? Ich selbst habe damit keine Erfahrungen. Wer aber ein wenig im Internet darüber liest, der wird sehen – Aufwand und Nutzen stehen hier fast in keinem Verhältnis. Wenn sich aus 100 Briefen auch nur 1 Auftrag ergibt, ist das schon eine gute Ausbeute. Effektiv ist anders.


Und was mache ich in Punkto Akquise? 

Aktive Akquise gibt es bei mir höchstens in Foren. Ab und zu mal ein kleiner und dezenter Hinweis auf Facebook oder Twitter. Das war es dann aber schon fast. Der Großteil meiner Aufträge entsteht durch Weiterempfehlungen. Zufriedene Kunden sind die besten Werbeträger. Oft höre ich den Satz: “Ja Herr XYZ hat Sie empfohlen und seine Website gefiel mir richtig gut.” Je mehr Aufträge erledigt sind, desto größer wird natürlich auch der Pool an Kunden, die mich weiterempfehlen können.
Außerdem versuche ich Facebook und Twitter nicht als reine Werbekanäle zu nutzen. Klar – ein Hinweis auf neue Projekte und fertiggestellte Aufträge gibt es auch bei mir und doch darf auch der ein oder andere private Tweet oder die Empfehlung von Facebook-Seiten, über die ich gefallen bin nicht fehlen.

 

Wichtig ist es für mich authentisch zu bleiben. Ich bin eben nicht nur Freiberufler, sondern auch Mensch. Das dürfen meine Kunden oder potenzielle Auftraggeber auch spüren. Viel mehr noch – darauf lege ich viel Wert. Ausgefeilte Werbestrategien für mein eigenes Unternehmen? Das kommt für mich (noch) nicht in Frage. Viel schöner finde ich es, wenn das Interesse beim Gegenüber durch Weiterempfehlungen interessante Tweets oder ja, auch einen interessanten Blogbeitrag geweckt wird.

Jetzt seid ihr dran. Was tut ihr um Aufträge zu bekommen? Wie angelt ihr euch neue Kunden? Natürlich sollt ihr hier keine Geheimnisse ausplaudern, sondern einfach ein wenig aus eurem Erfahrungsschatz plaudern. Ich bin gespannt!

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