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Anti-Website der Woche Nr.1 – www.jupitersoft.de

Damit man weiß, wie es richtig geht, muss man sich oft auch einmal das Gegenteil angeschaut haben. Aus offensichtlichen Fehlern anderer lernen wir oft, was wir selbst besser machen können.

Genau deshalb gibt es ab jetzt die „Anti-Website der Woche“. Jeden Dienstag gibt es eine neue mehr oder weniger starke Geschmacksverirrung aus der Welt des Internets. Ja, ab und zu ist das sogar Mitbewerber-Bashing. Aber hey, vielleicht liest es ja jemand der Angesprochenen und nimmt es sich zu Herzen. Und wenn nicht? Nunja, dann hatten wir immerhin jede Menge Spaß. Und keine Sorge: Es geht hier nicht darum kleinste Fehler aufzuspüren und auf denen herumzureiten. Nein, es geht um offensichtlich nicht sonderlich gut gelungene Webseiten, die ihr Prädikat definitiv verdient haben.

Den Anfang macht heute:

http://www.jupitersoft.de

Nunja, Jupitersoft ist eine PC-Irgendwas-Firma aus dem schönen Magdeburg. Man bietet diverse Dienste an. Darunter fatalerweise auch Webdesign. Was dabei herauskommen könnte, sieht man, wenn man sich auch nur die Startseite anschaut.

Neben sagenhaften mindestens 4(!) Schriftfarben, gibt es tolle animierte Werbebanner und natürlich einen absolut unentbehrlichen Benutzerzähler. Ich kann mich erinnern, dass diese Dinger in den 90ern ganz beliebt waren. Heute, aber sehe ich sie nur noch auf Seiten, die designtechnisch vor genau gefühlten 20 Jahren stehen geblieben sind.

Schön an dieser Stelle auch das Jubiläum: „12 Jahre Jupitersoft“. Die Firma gibt es nämlich schon von 1995 – 2007. Ähm halt…Moment…haben wir jetzt nicht 2011? Richtig! Das kann nun zum einen davon zeugen, dass es die Firma nicht mehr gibt (zumindest in Punkto Webdesign wäre dieser Verlust sicherlich zu verschmerzen) oder es interessiert einfach niemanden, wie aktuell die Seite ist. Für mich persönlich wäre ersteres der Glücksfall.

Programmiertechnisch gibt es dann im Quelltext die entgültige Disqualifikation: Ja, es sind Frames. Für die Leute, die das nicht mehr kennen – Frames waren vor 15 Jahren absolut in. War ja auch praktisch. Nur leider mögen allein die Suchmaschinen diese Gebilde so gar nicht. Und mal ernsthaft: Ginge es nach mir, müssten Browserentwickler die Unterstützung von Frames heute gar nicht mehr implementieren.

Nun darf jeder selbst überlegen, ob er slchen „Spezialisten“ seine Website anvertrauen möchte. Gut, die technischen Sachen sieht der Laie leider nicht. Aber schon allein die Optik wäre für mich eher ein Grund dankend abzulehnen.

Die schlimme Moral an dieser Geschichte aber ist, dass sogar eine solche Firma Aufträge abkriegt. Und wer jetzt denkt: Och, das sind bestimmt eh nur winzige Seiten von unbedeutenden Menschen, wird sich bei einem Blick in die Referenzen wundern.

 

Für mich steht aber fest: Ein gelungener Einstieg für „Anti-Website der Woche“.  In der nächsten Woche geht es weiter mit einem Beispiel aus der Schatztruhe der Scheußlichkeiten. Wer selbst seine absolute „Lieblings-Website“ für diese Kategorie hat, darf mir gern schreiben. Ich bin gespannt auf eure Vorschläge!

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