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Web 2.0 in Magdeburg – und es geht doch!

Vor nicht allzu langer Zeit konnte man hier im Blog einen Beitrag zu den Bemühungen in Punkto Stadtmarketing lesen. Riesige Windmühlen, gegen die man kämpfen musste, und Baukästenantworten auf Stadtratanfragen waren da nur einige der Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung.

Doch es passierte einiges seitdem. Die Agentur, die gesucht wurde für die Website www.magdeburg.de hat bereits ihre Arbeit aufgenommen. Ein erster großer Schritt für die bessere Außenwirkung der Stadt.
Ein Stadtratbeschluss sorgt außerdem dafür, dass eine „Expertengruppe“ in die Arbeit einbezogen werden soll. Nein, damit war natürlich noch nicht gesagt, wer diese „Experten“ am Ende sein sollten – ein großer Schritt war allerdings gemacht. Außerdem ebnete ein Halbsatz in eben jenem Beschluss den Weg für eine Mailadresse XYZ@magdeburg.de.

Sogar bis nach Jena, auf das 3. Barcamp Mitteldeutschland, schleifte ich mit einer Präsentation unsere Überlegungen in diesem Punkt. Es wurde schnell klar, dass auch andere Städte mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten. Doch können und wollen wir uns ewig an den schlechteren Beispielen orientieren?

ABER: Leute, ich predige es bei jedem meiner Kunden: Kommunikation ist alles.

So hatte ich in dieser Woche einen persönlichen Termin bei unserem Oberbürgermeister Dr. Trümper ergattert. Thema waren natürlich die Web2.0-Aktivitäten der Stadt. Mit dabei war ebenfalls Fr. Schwingel, ihres Zeichens zuständig für die Internetredaktion der Stadt und damit auch die Betreuung der SocialMedia-Kanäle.

Das wichtigste vorab: Ich bin positiver aus dem Gespräch gegangen, als ich hinein gegangen war. Schnell wurde klar – ein Missverständnis verhinderte erste Fortschritte. So hatte die Ausschreibung der Stadt nur das Design der neuen Website zum Inhalt. Inhalte und SocialMedia-Aktivitäten sind eben kein Bestandteil. Diese wichtige Information war aber weder bei uns so angekommen, noch durch die Baukasten-Antworten klar geworden. Es gab also keinen Grund uns zu vertrösten. Ausschreibung und unsere Arbeit können sich ja nicht in die Quere kommen.

Es entstand eine lebhafte Diskussion, wie unsere Arbeit eingebunden werden könnte. Dabei wurde eines ganz klar: Die Pressestelle hat kaum noch Kapazitäten und Geld kann für die Aktivitäten ebenfalls nicht fließen. Nun gilt es also aus dem Bestehenden das Beste heraus zu holen, die aktuelle Stadtkampagne „Ottostadt Magdeburg“ besser einzubinden und mit der Verwaltung abzuwägen ob und in welcher Form auch eine ehrenamtliche Tätigkeit möglich ist.

Genau diese Problemstellungen gilt es nun für uns zu diskutieren. Dabei werden unsere bisherigen Überlegungen konkretisiert und verdichtet. In schriftlicher Form soll dann der Oberbürgermeister gemeinsam mit der Verwaltung über die Vorschläge diskutieren, bevor man sich dann in großer Runde zur Diskussion wieder trifft. Dabei muss es uns vor allem gelingen der Stadt zu zeigen, dass eine strukturierte und offene Kommunikation über Facebook, Twitter & Co tatsächlich auch messbare Erfolge bringt.

Wer sich noch einbringen möchte, ist natürlich herzlich eingeladen. Für nähere Informationen kommt gern auf mich auf Twitter (@jpointinfo) oder Facebook zu. Wir freuen uns über jede frische Idee.

Nachsatz:
Zum Abschluss noch ein, zwei Worte, die mir am Herzen liegen. Vor einigen Tagen wurde bemängelt, dass unsere Außenwirkung zum Thema wohl nicht überall wahrnehmbar ist. Wer auf Twitter und Facebook unterwegs ist, wird unsere Bemühungen wohl durchaus mit verfolgt haben. Dieser Blogpost hier ist nun eine weitere Form, um die Ergebnisse zum Thema Stadtmarketing weiter zu verbreiten. Also: Bitte, bitte teilen!
Was die Offline-Medien angeht, haben wir nicht so viel Einfluss. Mit dem Offenen Kanal (speziell: Ditmar Pauke) gibt es derzeit schon eine rege Zusammenarbeit. Dafür an dieser Stelle: Danke!
Sollte sich aber einer der Leute von der Volksstime o.ä. angesprochen fühlen, sind diese natürlich herzlich dazu eingeladen nähere Informationen von uns zu bekommen.
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4 Gedanken zu „Web 2.0 in Magdeburg – und es geht doch!

  1. Olli sagte am :

    An der HS Magdeburg-Stendal gibt es einen berufsbegleitenden Studiengang Crossmedia (Journalismus / Design / Management), http://www.ma-crossmedia.de. Da sind IMHO auch regionale Journalisten vertreten, vielleicht könnte man da ein Projekt draus machen?

  2. Da frag ich doch gleich mal, weil das im Artikel nicht so ganz klar rüberkommt nach näheren Informationen:

    – Gibt es eine Zusammenstellung aller „Web 2.0“-Aktivitäten innerhalb der Stadtgrenzen? Quasi als altertümliche Linkliste o.ä. … mit ein, zwei Sätzen pro Aktion, damit man sehen kann, was aktuell läuft?

    – Diese „Fachgruppe“, gibt es da eine Übersicht, wer da Mitglied ist, wann und wo sich getroffen wird, ist das ein e.V.? Oder wie muss man sich das vorstellen?

    – Auch wenn „ihr“ damit vielleicht noch nicht rausrücken wollt, kannst du genauere Andeutungen machen, was über eine auf den ersten Blick aktivere Facebook-Seite und natürlich eine neue magdeburg.de Präsenz hinaus noch an Web 2.0 Aktivitäten möglich ist? Interaktive Stadtratsbeschlussbrowser? Stadtratssitzungen als Live-Stream und auch unlimited als Video abrufbar? abgeordnetenwatch für Magdeburger Stadträte? Ist sowas Web 2.0 mäßig? Und wer würde, wenn ja, sowas bezahlen – also die Entwicklung und vor allem monatliche Pflege, wenn die Pressestelle selbst kein Geld hat?

    So, sollte an Fragen fürs erste reichen 🙂

    • So, dann will ich mich doch auch direkt mal an die Antwort machen 😉

      1) So eine Liste gibt es (noch) nicht. Aber danke für die Anregung. Werde die bisherigen Aktivitäten gern mal zusammenfassen. Eine Frage habe ich allerdings in dem Punkt: Verstehe ich es richtig, dass du das in Bezug auf die Aktivitäten meinst, die die Stadt bisher schon bietet? Oder eher auf uns bezogen oder gar alle Aktivitäten, die von Stadt und von privat laufen?

      2) Die Übersicht hast du eigentlich in Form der Mitgliederliste im Forum auf http://www.stadtmarketing-md.de. Naja, so zumindest der Idealfall. Die „übrig gebliebene Kerntruppe“ besteht aus Karina Kunze, Torsten Maue, Lars Frohmüller, Dennis Jannack, Ditmar Pauke, Katrina Pauke-Flamann, Heinz-Josef Sprengkamp, Stephan Bublitz, Christian Peters, den Stadträten Andreas Budde, Martin Rohrßen, sowie Mirko Stage und meiner Wenigkeit.
      In letzter Zeit haben wir vor allem in einer geschlossenen Gruppe auf Facebook diskutiert. Das hat vor allem den Grund, dass einige Dinge, gerade in Punkto Stadtratbeschlüsse eben nicht mehr in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert werden müssen, eher nicht sollten.
      Wer noch Interesse hat aktiv mitzuwirken, kann sich aber gern an uns wenden. Selbst im Offenen Kanal wurde dafür „geworben“ 😉

      3) Die von dir angesprochenen Punkte wären natürlich die optimalen Ziele. Gerade die Übertragung der Stadtratsitzung war im Stadtrat selbst schon des öfteren Thema. Doch genau, wie von dir gezeigt: Das liebe Geld ist der Knackpunkt. Erwähnte ich oben auch schon. Der Stadtratbrowser fiele nicht mehr in unser Gebiet. Das wäre wiederum nur in Zusammenarbeit mit der Agentur, die die neue Seite betreuen wird umsetzbar und dass auch nur gegen Bezahlung.
      Für uns gilt es jetzt die bestehenden Aktivitäten ersteinmal zu optimieren. Das betrifft vor allen Dingen die SocialMedia-Kanäle auf Facebook & Twitter. Das fängt beim einheitlichen Erscheinungsbild an, geht über eine vernünftig gestaltete Facebook-Einstiegs-Seite und hört vor allem bei einer wirklichen(!) Kommunikation auf. Hier nutzt die Stadt die Kanäle noch viel zu sehr als Einbahnstraße. Das sind die Dinge, die wir mit den vorhandenen Mitteln realisieren können und müssen. Alles andere funktioniert erst, wenn die Stadt sieht, dass es Erfolge bringt und damit eventuell doch auch den einen oder anderen Euro locker macht.

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