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Anti-Website der Woche Nr.3 – www.melange-magdeburg.de

Da es ja doch einige kritische Worte bei der letzten Anti-Website gab, möchte ich hier an dieser Stelle noch einmal drei Worte dazu verlieren. Nein, es geht hier nicht nur um Bashing. Vielmehr geht es darum anhand von schlechten Beispielen einmal zu zeigen, wie man es vielleicht nicht machen sollte. Nein, der Mensch lernt nicht nur aus Beispielen – er lernt auch und vor allem aus seinen und den Fehlern anderer. Natürlich weiß jeder vernünftige Webdesigner, dass solche Seiten nicht gehen. Dem einen oder anderen Unternehmen ist aber anscheinend oftmals nicht bewusst, dass eine nicht gelungene Website auch gleichzeitig nicht gelungene Werbung ist.
Hier schauen wir uns solche Websites einmal an. Eventuell merkt dann doch der ein oder andere, dass es nicht schlecht ist ein wenig Geld in die Hand zu nehmen und nicht den Sohn oder den Bruder, der sich ein bisschen mit Inter und so auskennt, mit der Gestaltung der eigenen Webseite zu beauftragen.
Heute geht es sogar in heimische Gefilde. Vorab: Ich mag das Restaurant, um das es heute geht. Ich mag es sogar wirklich. Die Website ist allerdings eher weniger gelungen. Aber seht selbst.

Meine Anti-Website Nr. 3 ist:

http://www.melange-magdeburg.de 

Nunja, was soll ich sagen? Ich denke das Bild spricht fast für sich. Wirklich einladend ist das ganze leider nicht. Die Farben wirken düster und die Schrift könnte ohne das Bild im Hintergrund sicherlich besser lesbar sein.

Auf den ersten Blick fällt gleich auf, dass die Schrift einfach über den Content-Bereich herausragt. Die Bilder vom Restaurant und vom Essen sind daneben uninspiriert dahingeklatscht. Das nächste Highlight: Die Navigation. Der ein oder andere wird sie wahrscheinlich nur aufgrund der Anordnung als solche wahrnehmen. Ansonsten gibt es nicht, was darauf hinweisen könnte, dass mit einem Klick darauf noch weitere Seiten erscheinen.

Das große Finale offenbart sich allerdings, wenn man noch weiter scrollt. Es erscheint ein großes lila nichts. Eine riesige Fläche, die einfach nur leer dasteht. Der Sinn dieser Fläche hat sich mir persönlich noch nicht ganz entschlossen. Vielleicht aber liest ja jemand der Betreiber das Ganze und kann das Geheimnis für uns lüften.

Auf den Unterseiten verschwindet das Bild im Hintergrund. Das macht zwar die Schrift besser lesbar – hübscher wird die Seite dadurch leider nicht. Außerdem hat man wohl nicht darauf aufgepasst, dass der Text auch in Content-Bereich passt. Leider ist es an der Tagesordnung, dass der Text nicht wenig über seine Grenzen hinaus geht. Da durch verschiebt sich dann auch der Abschluss der Seite und landet im lila Nirvana.

Das größte an der Sache: Hier war nicht ein Familienmitglied am Start. Nein, diese Seite stammt tatsächlich von einer Agentur aus Hamburg. Hamburg – eine der Städte, die zahlreiche wirklich gute Werbeagenturen beheimatet. Es ist schon verwunderlich, dass diese Seite tatsächlich auf die Kappe von „Profis“ geht.

Schade, dass diese Seite so gar nicht zum Besuch des Melange einlädt. Dabei sollte man denken, dass die ansprechende Gestaltung einer Website für ein Restaurant fast von selbst läuft. Die meisten von ihnen haben eine wirklich schöne Inneneinrichtung, eine tolle Terasse und leckere Angebote. Allein diese Bilder sollten so einladend sein, dass der Rest fast von selbst läuft. Wenn man allerdings keine dieser Vorzüge schon auf der Startseite zur Geltung bringt, wird es schwierig.

Bleibt zu hoffen, dass die Betreiber eines Tages doch einmal über eine Neugestaltung nachdenken oder auch ohne schicke Webseite auskommen. Wer als Auswärtiger auf der Suche nach einem geeigneten Restaurant ist, wird sich aber wohl leider nicht über diese Webseite dorthin verlaufen. Verschenktes Potenzial.

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Die beste Werbung…

…ist immer noch die, die andere für das eigene Unternehmen machen.

Heute geht es um Kundenakquise. Jeder Selbständige und Freelancer weiß: Ohne die richtige Akquise geht nichts. Aufträge wachsen nicht auf Bäumen und ohne Eigeninitiative tut sich im Portfolio nur wenig. Die Frage nach der richtigen Akquise kann man aber nicht einfach pauschal beantworten. Gerade durch die Welt des Internets sind die Möglichkeiten vielfältig. Ein paar der gängigen Methoden werde ich heute hier beleuchten.


Auftragsbörsen – Dumpinglohn im Jahresabo

Vor einiger Zeit schossen Sie wie Pilze aus dem Boden: Die allseits „beliebten“ Auftragsbörsen, in denen Freelancer und Handwerker um Aufträge kämpfen – der günstigste gewinnt. Portale wie My Hammer, Blauarbeit oder Twago bieten tatsächlich nicht wenige Aufträge zur Auswahl. Sieht man sich dann aber die Preise der Mitkonkurrenten an, fragt man sich schnell, wer davon tatsächlich seinen Lebensunterhalt finanzieren kann.  Das komplette Webdesign für 100€, die Umsetzung dazu für 50€ und ein passendes Logo gibts zum Spottpreis von 30€ gleich mit dazu. Solche und ähnliche Preise sind leider keine Ausnahmen. Dementsprechend sieht dann aber auch oft die Qualität der Referenzen im Profil der Mitbewerber aus. Wie der erledigte Auftrag dann aussieht – darüber kann ich nur mutmaßen. Nicht selten aber landen dann auf meinem Schreibtisch genau solche Unfälle. Der Kunde hat es sich dann oft doch überlegt und möchte nun anständige Qualität.
Hinzu kommt, dass die meisten dieser Portale mittlerweile neben der üblichen Provision auch noch ein Abo-Modell zur Verfügung stellen, damit überhaupt Angebote auf Aufträge abgegeben werden können. Da bezahlt man nicht selten erst einmal 30€ im Monat, um dann mit Dumpinglöhnen um den Auftrag zu kämpfen und nebenbei beten zu müssen, dass man sein Geld überhaupt sieht.



Foren-Marktplätze – Trolle im Minutentakt

Auch, wenn man sie in Zeiten des Web 2.0 schon fast vergessen hat, es gibt sie noch: Die zahlreichen Foren zu jedem auch nur erdenklichem Thema. Warum also das ganze nicht auch für die Akquise nutzen? Schaden kann es nicht – oder vielleicht doch?
So gut wie jedes Forum, welches sich mit Webmastern, Webdesign & Co beschäftigt hat auch ein Unterforum für Jobs, Aufträge und andere Kleinanzeigen. Also auf gehts, eine nette Vorstellung der eigenen Tätigkeit geschrieben, die angebotenen Leistungen beschrieben und auf gehts. Während viele Foren inzwischen die Kommentar-Funktion in den Jobbörsen abgeschalten haben, können Trolle in anderen Foren ungehindert ihren Drang ausleben. Da dauert es oft nicht lang, dass die ersten Kommentare zum Angebot auftauchen, die eben nicht immer wohlgesonnen sind. Irgendetwas zum meckern findet man immer. Und wie reagiert man nun darauf? Rechtfertigen? Ignorieren? Definitiv kostet so etwas Zeit. Zeit, die man auch gut hätte zum Arbeiten verwenden können


Kaltakquise – hoher Aufwand vs. wenig Nutzen!? 

Das wichtigste vorab: Die Kaltakquise per Telefon und E-Mail ist bleibt verboten. Einfach mal Unternehmen mit schlechten Websites per E-Mail anschreiben geht nicht. Nicht verboten aber ist das Anschreiben per Post. Ja, richtig – dieser altmodische Kommunikationskanal, der auf bedrucktes Papier setzt. Wie soll das denn bitte aussehen? Ganz einfach: Ein nettes Anschreiben mit den eigenen Leistungen verknüpft mit einem netten Heft zu den eigenen Referenzen oder optimalerweise sogar einem Entwurf für die Firmen-Website. Damit der Brief aber nicht ungesehen im Papierkorb landet, sollte vorher auch recherchiert, wer denn letztendlich der Ansprechpartner für solche Fragen im Unternehmen ist.  Ja, viel Aufwand und doch einiges an Kosten für die Drucksachen sind hier gefragt.
Lohnt sich’s? Ich selbst habe damit keine Erfahrungen. Wer aber ein wenig im Internet darüber liest, der wird sehen – Aufwand und Nutzen stehen hier fast in keinem Verhältnis. Wenn sich aus 100 Briefen auch nur 1 Auftrag ergibt, ist das schon eine gute Ausbeute. Effektiv ist anders.


Und was mache ich in Punkto Akquise? 

Aktive Akquise gibt es bei mir höchstens in Foren. Ab und zu mal ein kleiner und dezenter Hinweis auf Facebook oder Twitter. Das war es dann aber schon fast. Der Großteil meiner Aufträge entsteht durch Weiterempfehlungen. Zufriedene Kunden sind die besten Werbeträger. Oft höre ich den Satz: „Ja Herr XYZ hat Sie empfohlen und seine Website gefiel mir richtig gut.“ Je mehr Aufträge erledigt sind, desto größer wird natürlich auch der Pool an Kunden, die mich weiterempfehlen können.
Außerdem versuche ich Facebook und Twitter nicht als reine Werbekanäle zu nutzen. Klar – ein Hinweis auf neue Projekte und fertiggestellte Aufträge gibt es auch bei mir und doch darf auch der ein oder andere private Tweet oder die Empfehlung von Facebook-Seiten, über die ich gefallen bin nicht fehlen.

 

Wichtig ist es für mich authentisch zu bleiben. Ich bin eben nicht nur Freiberufler, sondern auch Mensch. Das dürfen meine Kunden oder potenzielle Auftraggeber auch spüren. Viel mehr noch – darauf lege ich viel Wert. Ausgefeilte Werbestrategien für mein eigenes Unternehmen? Das kommt für mich (noch) nicht in Frage. Viel schöner finde ich es, wenn das Interesse beim Gegenüber durch Weiterempfehlungen interessante Tweets oder ja, auch einen interessanten Blogbeitrag geweckt wird.

Jetzt seid ihr dran. Was tut ihr um Aufträge zu bekommen? Wie angelt ihr euch neue Kunden? Natürlich sollt ihr hier keine Geheimnisse ausplaudern, sondern einfach ein wenig aus eurem Erfahrungsschatz plaudern. Ich bin gespannt!

Anti-Website der Woche Nr.2 – http://www.disney.de.tl

Jaja Leute, der zweite Beitrag in der Kategorie Anti-Website der Woche und schon verspäte ich mich. Asche auf mein Haupt.

Trotzdem gibt es heute wieder einen besonders schönen Leckerbissen für Design-Fans. Eine Grausamkeit für die Augen. Ich warne hier vorsorglich: Das ist wirklich nichts für schwache Nerven und für Spätfolgen in Form von Augenerkrankungen oder psychischen Störungen übernehme ich selbstverständlich keine Haftung.

Jetzt werdet ihr euch Fragen: Ist es denn wirklich so schlimm? Da kann ich mit einem ganz klaren ‚Ja!‘ antworten. Während wir in der letzten Woche schon gut gestartet sind, geht es tatsächlich noch schlimmer.

Die Anti-Website Nr 2. ist:

http://www.disney.de.tl

Tja, da hat man eigentlich eine nette Domain und macht darauf DAS. Wenn ich das richtig aus diesem tollen Text herauslese, sollte das wohl eine Seite für Kinder werden. So gut so schön – hätte ja wirklich eine tolle Sache werden können. Doch allein das Design nötigt den Besucher schon nach wenigen Sekunden auf das X zu drücken.

Das positive zuerst: Die Schrift zumindest ist so groß, dass man sie auch lesen kann, wenn man seine Brille gerade mal wieder im Auto vergessen hat. Das war es dann aber schon. Auf den ersten Blick gibt es schöne bunte Schrift in allen nur erdenklichen Farben. Besonders schön sind die Neon-Grünen Links.  Die Text-Dekoration setzt sich dabei natürlich auch jeder Regelung entgegen. Während die Links im Normalzustand unterstrichen sind, sind sie es beim darüberfahren dann natürlich nicht.

Der Rest der Seite besteht hauptsächlich aus kostenlosen Gästebüchern. Wobei der Ersteller der Seite wohl den Unterschied zwischen Chat und Gästebuch nicht so ganz verstanden hat. Neben wüsten Beschimpfungen gibt es auch von Zeit zu Zeit ernsthafte Kritik an der Seite. Ob sich die Autoren wohl tatsächlich gedacht haben, dass der Betreiber diese Einträge jemals lesen wird?

Und wenn man dann noch nicht abgeschreckt ist, kann man die restliche zeit damit verbringen die Rechtschreibfehler auf der Seite zu zählen…

Selbständig – selbst & ständig halt

Beim abendlichen Essen beim Griechen kam auch diesmal das Gespräch auf das allseits beliebte Thema Selbständigkeit. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sich in meinem Umfeld viele von eben diesen befinden. Jeder Selbständige weiß: Die Arbeit macht sich nicht von selbst. Dabei kämpft man allerdings nicht selten mit einer Menge von Vorurteilen, bei denen man sich natürlich schon fragt, wie die Leute auf soetwas kommen.

Meine persönlichen Highlights in Punkto Vorurteilen habe ich hier zusammengestellt:

  1. „Selbständige haben es doch gut. Da kann man sich seine Arbeitszeit selbst einteilen.“
    Stimmt! Ich kann mir meine Zeit selbst einteilen. Das beschränkt sich aber meistens nur darauf, ob ich Auftrag A am Vormittag und Auftrag B am Nachmittag in Angriff nehme oder eben umgekehrt. Nur selten kann ich mir meine Freiräume selbst schaffen. Zu oft stehen Telefonate, Kundentermine und Deadlines im Weg. In den meisten Fällen kann ich mir so keine Freizeit teilen, sondern muss vielmehr „zufällig“ entstandene Freiräume nutzen.
  2. „Als Selbständiger kann man sich seine Arbeit aussuchen.“
    Stimmt! Bis zu einem gewissen Punkt kann ich mir aussuchen, welche Projekte ich betreuen möchte. So ist für mich klar: Die nächste Hausmauer, werde ich sicherlich nicht bauen.  Das wäre auch quatsch – bin ich doch Webdesignerin.
    Klar, kann auch ich mir von Zeit zu Zeit den Luxus leisten und einen Auftrag ablehnen. Ja, manche Aufträge MUSS ich sogar aus wirtschaftlicher Sicht ablehnen. Und doch: Meine Arbeit muss Gewinn erwirtschaften. Mit meiner Tätigkeit muss ich meinen Lebensunterhalt finanzieren. Da klappt es eben nicht, dass ich mich nur jenen Aufträgen auseinandersetzen kann, die mir gefallen. Nein, vielmehr sind es jene Aufträge, die aus finanzieller Sicht am meisten versprechen.
  3. „Als Selbständiger kann man mehr Urlaub machen als ein Angestellter“ 
    Stimmt – zumindest in der Theorie. Es ist nicht abzustreiten, dass man als Selbständiger nicht an vorgegebene Urlaubstage gebunden bin. Außerdem muss ich keinen Urlaub einreichen. Im Prinzip könnte ich, wann immer es mir danach ist, einfach mal für 3 Wochen ab in Urlaub starten.Was sich in der Theorie so toll anhört, ist in der Praxis natürlich absolut nicht machbar. Warum? Drei Wochen keine Arbeit bedeutet drei Wochen lang kein Geld. Ich könnte für diese Zeit weder an Projekten arbeiten, noch mit Kunden kommunizieren oder Aufträge annehmen. Das geht so natürlich nicht!Was bleibt mir also übrig? Maximal eine Woche Urlaub am Stück. Und selbst dort begleitet mich mein Notebook. Mal eben schnell Mails beantworten, in einer ruhigen Minute mal am einen oder anderen Projekt weiterarbeiten – das ist normal im Urlaub.
  4. Als Selbständiger hat man keinen Vorgesetzten, der die Aufgaben aufdiktiert
    Stimmt! Dieses Argument kann ich tatsächlich nicht bestreiten. Es gibt keinen Chef, der mir jeden Morgen meine Aufgaben vorlegt, die ich dann hinterher abarbeite. Es gibt niemanden, der mir während meiner Arbeit über die Schulter schaut.
    Doch genau das ist, es was die Selbständigkeit für manch einen recht schwierig macht. Durch fehlende Kontrolle ist natürlich ein hohes Maß an Selbstdisziplin gefragt. Am Ende steht immer der erfolgreiche Abschluss eines Projektes. In welcher Zeit und mit wie vielen zusätzlichen Nachtschichten man dies schafft, hängt davon ab, wie schnell mal sich ablenken lässt und wie gut man wichtigem von unwichtigem trennen kann. Es ist also nicht immer von Vorteil keinen Vorgesetzten zu haben.

Nein – ich möchte nicht rumjammern. Nein – ich möchte nicht darauf herumreiten, dass manch Selbständiger die Woche mit mehr Arbeitsstunden abschließt, als die meisten Angestellten.
Das Selbständigsein hat unbestritten seine Vorteile und doch ist es nicht immer so leicht, wie man Angestellter sich das ganze vorstellt. Ich habe durch meinen Job sogar den direkten Vergleich. Ab und zu schaue ich schon ein wenig neidisch auf diejenigen, die nach dem Feierabend wirklich abschalten können.

Und doch: Ich mag die Selbständigkeit. Ich mag es meine Arbeit selbst koordinieren zu können. Ich mag es etwas selbst geschafft zu haben. Ich mag es selbst für mich Werbung machen zu können.
Ich würde die Selbständigkeit für nichts in der Welt aufgeben, aber ich wünsche mir, dass ich in Zukunft nicht mehr ganz so oft mit aus der Luft gegriffenen Vorurteilen konfrontiert werde – wahrscheinlich ein Wunschtraum.

Wie sieht es bei euch aus? Wer ist Selbständig? Wer ist es gern? Wer wünscht sich ein ’normales‘ Angestellten-Dasein? Ich freue mich auf eure Kommentare zum Thema.

3…2…1 – Fertig!

Schau mal einer an. Es ist vollbracht: Das Design für http://www.jpoint.info steht. Wo momentan noch eine große PDF-Datei prangt, gibt es (hoffentlich) schon bald eine fertige Seite. Ich habe meine wichtigste Arbeit getan. Die Optik steht.

Wer sich den finalen Entwurf ansieht, wird schnell feststellen, dass er mit den anfänglichen Snippets, die ich auf Facebook veröffentlicht habe, nur noch wenig gemein hat. Andere Farben, andere Schriften und nicht zuletzt ist sogar das Logo verschwunden. Warum jetzt also der komplette Umschwung?
Als ich mit meinem Unternehmen richtig startete, wusste ich noch nicht wohin es gehen soll. Das bisherige Logo war nur eine Übergangslösung – ja es war nicht einmal selbst designt, sondern in der Tat eine kostenlose Vorlage. Man muss das Rad (auch als Designer!) nicht immer neu erfinden. Was passt – das passt einfach. Dieses Logo passte…zumindest für den Übergang. Es war sauber gearbeitet, passte zur Wortmarke und war eben nett. Um ein vorläufiges Erscheinungsbild zu haben, reichte es.

Mit der Zeit und den Auftägen, die man erledigt, definiert man mehr und mehr, wie man selbst arbeitet. Meine Arbeit zeichnet nicht unbedingt DAS hypermoderne Design mit allem Schnick-Schnack aus. Muss es auch gar nicht. In jedem meiner Projekte steckt dafür etwas viel wichtigeres – Herz. Das ist dabei für mich wirklich (!) nicht nur eine leere Phrase. Nein, jeder meiner Kunden weiß, dass mir der persönliche Kontakt über alles geht. Lieber eine lange Fahrt mehr oder ein stundenlanges Telefongespräch, als unzählige E-Mails, die eher unpersönlich daherkommen.

Tja, und plötzlich war es mir klar. Clean und businessmäßig ist nicht mein Stil. Stattdessen gibt es dunklere Farben mit kleinen Highlights. Das Logo ist einer Wortmarke gewichen, die durch die Unterschrift im handgeschriebenen Stil das gewisse etwas erhält.

Nun bleibt nur zu hoffen, dass die Umsetzung mindestens ebenso schnell klappt und ich spätestens im Herbst 2011 mit einer tollen Internetpräsenz vertreten bin. Bis dahin möchte ich euch natürlich nicht den finalen und (hoffentlich endlich) endgültigen Entwurf nicht vorenthalten.

 



 

Anti-Website der Woche Nr.1 – www.jupitersoft.de

Damit man weiß, wie es richtig geht, muss man sich oft auch einmal das Gegenteil angeschaut haben. Aus offensichtlichen Fehlern anderer lernen wir oft, was wir selbst besser machen können.

Genau deshalb gibt es ab jetzt die „Anti-Website der Woche“. Jeden Dienstag gibt es eine neue mehr oder weniger starke Geschmacksverirrung aus der Welt des Internets. Ja, ab und zu ist das sogar Mitbewerber-Bashing. Aber hey, vielleicht liest es ja jemand der Angesprochenen und nimmt es sich zu Herzen. Und wenn nicht? Nunja, dann hatten wir immerhin jede Menge Spaß. Und keine Sorge: Es geht hier nicht darum kleinste Fehler aufzuspüren und auf denen herumzureiten. Nein, es geht um offensichtlich nicht sonderlich gut gelungene Webseiten, die ihr Prädikat definitiv verdient haben.

Den Anfang macht heute:

http://www.jupitersoft.de

Nunja, Jupitersoft ist eine PC-Irgendwas-Firma aus dem schönen Magdeburg. Man bietet diverse Dienste an. Darunter fatalerweise auch Webdesign. Was dabei herauskommen könnte, sieht man, wenn man sich auch nur die Startseite anschaut.

Neben sagenhaften mindestens 4(!) Schriftfarben, gibt es tolle animierte Werbebanner und natürlich einen absolut unentbehrlichen Benutzerzähler. Ich kann mich erinnern, dass diese Dinger in den 90ern ganz beliebt waren. Heute, aber sehe ich sie nur noch auf Seiten, die designtechnisch vor genau gefühlten 20 Jahren stehen geblieben sind.

Schön an dieser Stelle auch das Jubiläum: „12 Jahre Jupitersoft“. Die Firma gibt es nämlich schon von 1995 – 2007. Ähm halt…Moment…haben wir jetzt nicht 2011? Richtig! Das kann nun zum einen davon zeugen, dass es die Firma nicht mehr gibt (zumindest in Punkto Webdesign wäre dieser Verlust sicherlich zu verschmerzen) oder es interessiert einfach niemanden, wie aktuell die Seite ist. Für mich persönlich wäre ersteres der Glücksfall.

Programmiertechnisch gibt es dann im Quelltext die entgültige Disqualifikation: Ja, es sind Frames. Für die Leute, die das nicht mehr kennen – Frames waren vor 15 Jahren absolut in. War ja auch praktisch. Nur leider mögen allein die Suchmaschinen diese Gebilde so gar nicht. Und mal ernsthaft: Ginge es nach mir, müssten Browserentwickler die Unterstützung von Frames heute gar nicht mehr implementieren.

Nun darf jeder selbst überlegen, ob er slchen „Spezialisten“ seine Website anvertrauen möchte. Gut, die technischen Sachen sieht der Laie leider nicht. Aber schon allein die Optik wäre für mich eher ein Grund dankend abzulehnen.

Die schlimme Moral an dieser Geschichte aber ist, dass sogar eine solche Firma Aufträge abkriegt. Und wer jetzt denkt: Och, das sind bestimmt eh nur winzige Seiten von unbedeutenden Menschen, wird sich bei einem Blick in die Referenzen wundern.

 

Für mich steht aber fest: Ein gelungener Einstieg für „Anti-Website der Woche“.  In der nächsten Woche geht es weiter mit einem Beispiel aus der Schatztruhe der Scheußlichkeiten. Wer selbst seine absolute „Lieblings-Website“ für diese Kategorie hat, darf mir gern schreiben. Ich bin gespannt auf eure Vorschläge!

Los geht’s…naja zumindest fast.

Ja, ich weiß – meine Seite sollte schon längstbfertig sein. Eine Seite, die meine Arbeit präsentiert. Eine Seite mit eigenem Design und einem eigenen Blog.

Jeder Webworker kennt aber das Problem: Bezahlte Arbeit geht nunmal vor dem eigenen Projekt. Das ist auch so, wenn die eigene Seite ja nunmal die beste Referenz ist.
Tja, wie weit bin ich eigentlich? Das Design…ja das Design steht zumindest schon. Ein Teil der Umsetzung steht auch schon. Die Domain gibt es, aber ein Hoster noch nicht abschließend geklärt. Daher auch der Beginn einer wunderbaren befristeten Freundschaft mit wordpress.com.

Um zumindest inhaltlich schon einmal weiter zu kommen, habe ich mich entschlossen den Blog schon einmal ins Rollen zu bringen, allerdings noch ohne eigene Installation und ohne eigenes Design. Keine Sorge – das folgt später.
Warum dann aber der ganze Aufwand mit dem Exportieren? Ganz einfach: Meine fachlichen Beiträge brauchen eine Plattform und das schon jetzt.

Drum starte ich jetzt schon einmal hier durch und hoffe auf viele Leser und Beteiligungen.ich freue mich auf muntere Diskussionen und viele Tweets, Like oder +einsen.

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