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In Jena gibt’s ne IT-Szene??? – Das 3. Barcamp Mitteldeutschland

Jena – ein kleines Städtchen in Thüringen und Schauplatz des 3. Barcamps Mitteldeutschland. Es ist ja nun so: Ich habe durchaus 4 Semester Informatik studiert und bin jobtechnisch in der IT-Branche unterwegs. Trotzdem war mir bis zu diesem Wochenende nicht im geringsten klar, dass es in Jena eine IT-Szene gibt.

Am Freitag, dem 7.10. ging es los. Zwei Stunden Autofahrt von Magdeburg aus und schon sah man das idyllische Städtchen hinter den Hügeln hervorblitzen. Der erste Eindruck: Ein großes Plattenbaugebiet. Naja, eben typisch für den Osten. Je näher es Richtung Stadt ging, desto beschaulicher wurde es aber. Man hatte in Jena verstanden trotz moderner Gebäude den Charme der Innenstadt beizunehalten. Schön! Nach kurzem Umsehen ging es ins Hotel. Am Abend stand ja schließlich das Warmup an.

Getroffen wurde sich vor der Location des Barcamps, dem Jentower. Ein riesiges rundes Hochhaus, was oft wohl auch liebevoll „Keksrolle“ genannt wird. In der Gruppe ging es dann zur Warmup-Location, dem Markt 11. Ein nettes Cafe in dem keine Wünsche offen blieben. In gemütlicher Atmosphäre knüpfte man die ersten Kontakte und die ersten interessanten Gespräche entwickelten sich – bei den Rauchern natürlich bevorzugt vor der Tür. Nach einigen Bierchen und zu später Stunde ging es ab ins Hotel. Am nächsten Morgen war frühes Aufstehen angesagt.

Am Samstag startete die Truppe um 9Uhr so richtig durch. Die Begrüßung war sehr herzlich. Man fühlte sich vom ersten Moment an Willkommen. Neben den bestellten T-Shirts gab es ein tolles Notizbuch mit Barcamp-Aufdruck, einen Kuli, Buttons, Einkaufschips – eben alles, was das Herz begehrt.

Wer viel arbeitet muss sich auch stärken. Daher gab es gleich zum Frühstück leckere belegte Brötchen mit viel Liebe zum Detail von Jena Delika(r)t, leckere Müslibecher von MyMüsli, fantastischen Kaffee von Sonntagmorgen und rote, grüne und gelbe Grütze von Osterland. Schon hier war klar – verhungern wird hier niemand.

Gut gestärkt ging es los mit der Vorstellungsrunde. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Sich selbst in genau drei Worten beschreiben, ist bei Leibe nicht ganz einfach. Danach konnte es an die Sessionplanung gehen. Die Teilnehmer stellten Ihre Themen vor. Anhand der Interessenten wurden die Räume geplant. Das war nicht in jedem Fall ganz einfach, wie sich im Nachhinein herausstellte. Dennoch versagte die Organisation auch an diesem Punkt nicht, sodass es schnell mit den geplanten Themen losgehen konnte.

Mein Problem an diesem Wochenende: Die Entscheidung die passende Session auszuwählen. Es gab Unmengen an interessanten Themen und ständig hatte man das Gefühl eine spannende Sache zu verpassen. Doch das Klonen ist noch nicht perfektioniert, sodass man sich letzen Endes doch mit der ein oder anderen Ene-Mene-Muh-Taktik entschieden hatte.

Für mich drehte sich der Samstag um Startups auf dem Bauerhof (von und mit Hojoki-Mitgründer Martin Böhringer) User Centered Design, Fehler bei Online-Shops (mit Torsten Maue), schmutzige Geheimnisse auf Facebook-Fanpages (mit @Snoopsmaus) und SocialMedia bei der Bewerbersuche (von und mit den Mädels von Bewerberblog.de) Alles in allem vier sehr gelungene Sessions, die vor nicht nur von den Vorträgen, sondern vor allem auch den anschließenden Diskussionen gelebt haben. So kam man ungezwungen mit anderen ins Gespräch. Toll!

Doch nicht nur die Sessions an sich standen für mich im Mittelpunkt, sondern eben auch die Gespräche und das Networking in den Pausen. Interessant war hier auch die Mischung der Teilnehmer. Neben den ITlern gab es in Jena auch jede Menge BWL-Studenten und Menschen, die sich selbst eher im Marketing angesiedelt hatten. So war für jeden das passende dabei.

Hervorzuheben ist an dieser Stelle das hervorragende Catering den ganzen langen Tag lang. Neben dem reichhaltigen Frühstück, gab es ein leckeres Mittagessen und fantastischen Kuchen in den Pausen. Für genügend Getränke war u.a. durch die Kelterei Walther gesorgt. Sogar am Abend blieben keine Wünsche offen.

Im Theatercafe bei Freigetränken (!), leckerem thüringer Grillgut und toller Musik ließen wir den Abend gut gelaunt ausklingen. Das Fazit des Abends: Barcamper können feiern und trinken!!!

Der nächste Morgen begann entsprechend der guten Stimmung am Vorabend mit Kopfschmerzen und stimmlich angeschlagen. Doch egal – weiter ging es im Text! Nach einem tollen Frühstück stand die Sessionplanung für den Sonntag an. Zwar war die Gruppe im Vergleich zum Samstag geschrumpft, spannende Themen gab es dennoch zur Genüge!

Tja, und wie ist das so mit Barcamp-Neulingen? Natürlich muss man auch selbst mal eine Session halten. Nachdem ich mich am Samstag zurpückgehalten hatte, war ich heute also fällig. Mein Thema: Stadtmarketing – Quo Vadis Magdeburg. Ob ich aufgeregt war? Nö! Viele der Leute hatte ich inzwischen ja schon kennengelernt. Außerdem hatte man ja schon davor abgecheckt, ob Interesse besteht. So fand sich eine kleine, aber feine Rund im Raum ein. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion und schnell zeigte sich: In vielen Städten läuft es leider ähnlich.

Das zeigte sich vor allem in einem netten Gespräch mit den Machern von „Chemnitz lebt“. Chemnitz könnte danach in Punkto Stadtmarketing die Partnerstadt von Magdeburg werden.

Nach einer kleinen Stärkung ging es dann für mich in die letzte Session des Wochenendes. Es ging um die persönlichen Erfahrungen von Jörg Thoss mit SocialMedia in Unternehmen. Eine authentische und interessante Session!

Nach einem erlebnisreichen Wochenende ging es dann Heim Richtung Magdeburg.

Ein großer Dank geht natürlich an das großartige Organisations-Team des Barcamps! Ich fühlte mich zu jeder Zeit wohl und hatte nie das Gefühl, dass es drunter oder drüber ging. Absolut top!

Das nächste Dankeschön geht natürlich an die unzähligen Sponsoren. Darunter Flinc, Intershop, IKS, Unister, e.pages, spread shirt und viele, viele mehr. Ohne diese wäre das Event finanziell nicht möglich gewesen.

Der letzte Dank geht natürlich an alle Teilnehmer, ohne die das Barcamp nicht das gewesen wäre, was es war – ein voller Erfolg.

Mein Fazit: Ich bin begeistert. Alles passte! Ich hatte viele tolle Gespräche, habe Unmengen interessanter Kontakte geknüpft und hatte vor allem jede Menge Spaß. Eines steht für mich jetzt schon fest: Im nächsten Jahr bin ich am 13./14. Oktober definitiv mit bei der Party beim Barcamp Mitteldeutschladn 2012!

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